BRUSHSAFE DESINFECTOR SYSTEM zahnbürstenreiniger zahnbürstendesinfektion zahnbürstenhygiene zahnbürste mundpflege zahnhygiene reinfektion

Gesundheitsrisiko Zahnbürste

Zahnpflege ist heutzutage ein fester Bestandteil der Körperhygiene. Mindestens zweimal täglich wird zur Zahnbürste gegriffen, Zahnpflege-Kaugummis "für zwischendurch" erfreuen sich steigender Beliebtheit. Die Einstellung des Verbrauchers hinsichtlich einer verantwortungsbewussten Zahnpflege kann durchaus als positiv bezeichnet werden.

Die Zahnbürste erhält dabei wenig Beachtung. Im Regelfall wird sie nach Gebrauch kurz mit Wasser abgespült und verschwindet wieder im Zahnputzbecher. Mehr Aufmerksamkeit in puncto Sauberkeit bekommt diese Pflegeutensil, das wir immerhin täglich zweimal in die hochsensible Mundhöhle einführen, nicht. Denn kaum jemand ist sich bewusst, das wir mit unserer Zahnbürste auch einen gefährlichen Cocktail aus Bakterien, Viren und Pilzen aufnehmen, welcher der Urheber für das Verlängern oder sogar das Auslösen von Krankheiten sein kann.

Mikrobiologische Untersuchungen von Zahnbürsten zeigen eine bedenkliche Menge Bakterien, Pilze und Viren auf den Bürsten, die sich - begünstigt durch das feucht-warme Badezimmerklima - bis zum nächsten Putzvorgang zum Teil sogar vermehren können. Die Untersuchungen weisen nicht nur pathogene Keime aus der Mundhöhle nach, sondern auch Mikroorganismen, die für Krankheiten im Respirationstrakt, im Verdauungssystem, der Nieren und im Herz-Kreislauf-Bereich verantwortlich sind. Das intensive Abspülen der Zahnbürste unter fließendem Wasser kann zwar die Anzahl der Keime verringern, abgewendet wird die Infektionsgefahr durch dieses Vorgehen nicht.

Mehrmals täglich Reinfektion

Das wissenschaftliche Interesse an kontaminierten Zahnbürsten ist in den vergangenen Jahren ständig gewachsen, wie folgende Studien belegen. Eine Untersuchung von Richard T. Glass zeigt, das HSV-1-Viren mindestens 48 Stunden infektiös auf der Zahnbürste bleiben, im feuchten Klima des Badezimmers konnten HSV-1-Viren sogar noch nach sieben Tagen auf der Zahnbürste nachgewiesen werden. Der unter Herpes leidende Patient reinfiziert sich mehrmals täglich über die Zahnbürste und verlängert damit seinen Krankheitsverlauf. Im Rahmen der gleichen Untersuchung wurden Patienten mit rezidivierendem Herpes labialis aufgefordert, ihre Zahnbürste häufig zu wechseln. Das Ergebnis war in einigen Fällen kein Ausbruch der Krankheit, oder bei Ausbruch eine Begrenzung der Läsion.

Richard T. Glass kommt in seinem Artikel zu dem Analogschluss, dass auch eine Infektion mit Influenzaviren stattfinden kann. Die Übertragung innerhalb der Familie ist über die Zahnbürste möglich, die im Badezimmer im gleichen Behälter aufbewahrt werden, oder dicht beieinander stehen. Er fasst zusammen, dass kontaminierte Zahnbürsten eine große Rolle bei den verschiedensten Krankheiten spielen können und empfiehlt, die Bürste mindestens jeden Monat zu wechseln.

Andere sprechen von einem Wechsel der Zahnbürste bereits nach zwei Wochen. Ein noch kürzerer Zeitraum wird Patienten empfohlen, die durch Infektionen gefährdet wären (zum Beispiel Herzklappenfehler, Nierenkrankheiten, Immunsupressiva), oder wenn Krankheiten wie Grippe oder Herpes bereits manifest sind.
Eine schwedische Untersuchung zeigt, dass die Zahnbürste ebenfalls mit großen Mengen Strptococcus mutans (10^6 cfu pro Milliliter) kontaminiert sein kann. Selbst die Zahnpastatube wies große Mengen des Streptococcus auf. Auch hier besteht ein hohes Reinfektionsrisiko.

Karies durch Zähneputzen?

Die Liste der Krankheitserreger auf der Zahnbürste lässt sich fortführen: Candida albicans, ein bekannter Krankheitserreger nicht nur im oralen Bereich, sonder auch im Darm, befällt besonders häufig Prothesenträger. In der Therapie wird die Prothese mit einbezogen, damit eine Reinfektion während der Antimykotikabehandlung ausgeschlossen werden kann. Die Zahnbürste hingegen wird bei der Therapie vernachlässigt. Ein folgenschwerer Fehler, denn sie kann bis zu 10^6 cfu Candida albincans beherbergen.

Besonders gefährdet durch die Reinfektion über die Zahnbürsten sind Menschen mit geschwächtem Immunsystem, alte Menschen und Kinder. Eine schwedische Untersuchung hat sich mit der Zahnbürstenhygiene im Kindergarten befasst. Hier stellt sich heraus, dass der nicht überwachte Gebrauch der Zahnbürsten eine große Infektionsgefahr in sich birgt. So führt der Tausch der Zahnbürste unter den Kindern beziehungsweise das Aufbewahren in den gleichen Bechern zu Übertragung von Krankheitserregern.

Hohes S.-mutans-Niveau durch Zahbürste

Wir können davon ausgehen, das von der Zahnbürste, aber auch von Zahnersatz, Spangen und Zahnpastatuben eine hohes gesundheitliches Risiko ausgeht. Bei Herpes, Grippe und Candida-Infektionen verlängert sind der Krankheitsverlauf durch permanente Reinfektionen, wodurch die Behandlung problematisch wird. Bei Patienten mit erhöhtem Wert von Streptococcus mutans kann davon ausgegangen werden, dass die Zahnbürste dazu beiträgt, das Niveau hochzuhalten. Das wrift die Frage auf, ob die Behandlungen mit einer "Chlorhexidinschiene" sinnvoll ist, wenn beim nächsten Zähneputzen die Strptokokken von der Zahnbürste wieder in die Mundhöhle gelangen.

Aufklärung ist notwendig

Es sollte also bei der Aufklärung und beim Motivationsgespräch in der Zahnpraxis künftig auch auf die Zahnbürstenhygiene aufmerksam gemacht werden. Dringend notwendig ist die Aufklärung des Patienten nach chirurgischen Eingriffen, um einen möglichst problemlosen Heilungsverlauf gewährleisten zu können.